Petition zum Homeschooling: Mitzeichnung noch bis 16. Juni möglich
04-Jun-2010 12.13
| Bildungspolitik, Natürliches Lernen
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erziehungsweise e. V. unterstützt die e-Petition
"Der Deutsche Bundestag möge beschließen ...das häusliche Lernen bzw. den Hausunterricht zu erlauben und straffrei zu stellen."
Noch bis zum 16. Juni kann mitgezeichnet werden.
Matthias Wolf, der Hauptpetent, erklärt das Anliegen wie folgt:
"Hausunterricht oder Homeschooling wird in allen EU-Ländern und englischsprachigen Ländern bereits schon länger mit großem Erfolg praktiziert und erweist sich immer mehr als der Bildungsweg der Zukunft. In Deutschland ist es eine noch weitgehend unbekannte und mit zahlreichen Vorurteilen behaftete Form des Lernens. Die unzureichende Vermittlung von ethischen und moralischen Grundwerten an öffentlichen Schulen, Gewalt und Mobbing, negative Sozialisation der Kinder, fehlende Lernfreude, sinkendes Bildungsniveau, die Unfähigkeit vieler Schulen Kinder individuell zu fördern und nach ihrem persönlichen Begabungsprofil zu bilden, haben dazu geführt, dass immer mehr Eltern sich Alternativen im bestehenden Bildungssystem wünschen. Bis dato existiert die Schulpflicht in Deutschland statt einer sinnvolleren Lernpflicht. Schule wird somit in Deutschland direktiv verordnet. Eltern, die ihre Kinder selbst unterrichten wollen, müssen mit staatlichen Strafmaßnahmen wie Bußgeldern rechnen und werden somit unnötig kriminalisiert. Es sollte mündigen Bürgern freigestellt sein, wo sie ihren Kindern Bildung zukommen lassen. Alle staatlichen Sanktionsmaßnahmen gegen Eltern, die ihre Kinder selbst unterrichten, sollten aufgehoben werden."
Seit Jahren gibt es nahezu überall auf der Welt privat organisierte Bildung von Kindern. Und das mit Erfolg. Der Bundesverband Natürlich Lernen (BVNL) schreibt zur e-Petition: "Allein die Diskussion der Petition kann darüber aufklärend wirken. Sie kann zudem anregend sein für das Entstehen einer Vielfalt von Bildungswegen (staatlich überwacht) zur Förderung der Entfaltung der jeweiligen Begabungen und Fähigkeiten der Kinder."
Und hier geht's zur e-Petition: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=11495
Die Teilnahme ist einfach:
1. Auf der Petitionsseite "registrieren" wählen. Formular ausfüllen und ein frei wählbares Passwort eingeben.
2. Wenige Minuten später kommt eine E-Mail mit dem Benutzernamen.
3. In dieser E-Mail den Link zur Fertigstellung der Registrierung anklicken.
4. Jetzt erneut die Seite der Hausunterricht-Petition aufrufen und auf "Petition mitzeichnen" klicken.
fertig :-)
Wir freuen uns, wenn ihr dabei helft, das Thema aus der Schmuddelecke zu holen. Eltern und Kinder sollten frei über Art und Ort ihrer Bildung entscheiden dürfen.
"Der Deutsche Bundestag möge beschließen ...das häusliche Lernen bzw. den Hausunterricht zu erlauben und straffrei zu stellen."
Noch bis zum 16. Juni kann mitgezeichnet werden.
Matthias Wolf, der Hauptpetent, erklärt das Anliegen wie folgt:
"Hausunterricht oder Homeschooling wird in allen EU-Ländern und englischsprachigen Ländern bereits schon länger mit großem Erfolg praktiziert und erweist sich immer mehr als der Bildungsweg der Zukunft. In Deutschland ist es eine noch weitgehend unbekannte und mit zahlreichen Vorurteilen behaftete Form des Lernens. Die unzureichende Vermittlung von ethischen und moralischen Grundwerten an öffentlichen Schulen, Gewalt und Mobbing, negative Sozialisation der Kinder, fehlende Lernfreude, sinkendes Bildungsniveau, die Unfähigkeit vieler Schulen Kinder individuell zu fördern und nach ihrem persönlichen Begabungsprofil zu bilden, haben dazu geführt, dass immer mehr Eltern sich Alternativen im bestehenden Bildungssystem wünschen. Bis dato existiert die Schulpflicht in Deutschland statt einer sinnvolleren Lernpflicht. Schule wird somit in Deutschland direktiv verordnet. Eltern, die ihre Kinder selbst unterrichten wollen, müssen mit staatlichen Strafmaßnahmen wie Bußgeldern rechnen und werden somit unnötig kriminalisiert. Es sollte mündigen Bürgern freigestellt sein, wo sie ihren Kindern Bildung zukommen lassen. Alle staatlichen Sanktionsmaßnahmen gegen Eltern, die ihre Kinder selbst unterrichten, sollten aufgehoben werden."
Seit Jahren gibt es nahezu überall auf der Welt privat organisierte Bildung von Kindern. Und das mit Erfolg. Der Bundesverband Natürlich Lernen (BVNL) schreibt zur e-Petition: "Allein die Diskussion der Petition kann darüber aufklärend wirken. Sie kann zudem anregend sein für das Entstehen einer Vielfalt von Bildungswegen (staatlich überwacht) zur Förderung der Entfaltung der jeweiligen Begabungen und Fähigkeiten der Kinder."
Und hier geht's zur e-Petition: https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=11495
Die Teilnahme ist einfach:
1. Auf der Petitionsseite "registrieren" wählen. Formular ausfüllen und ein frei wählbares Passwort eingeben.
2. Wenige Minuten später kommt eine E-Mail mit dem Benutzernamen.
3. In dieser E-Mail den Link zur Fertigstellung der Registrierung anklicken.
4. Jetzt erneut die Seite der Hausunterricht-Petition aufrufen und auf "Petition mitzeichnen" klicken.
fertig :-)
Wir freuen uns, wenn ihr dabei helft, das Thema aus der Schmuddelecke zu holen. Eltern und Kinder sollten frei über Art und Ort ihrer Bildung entscheiden dürfen.
Kommentare
Unsere Interview-CD über open space nimmt Formen an!
03-May-2010 11.46
| Natürliches Lernen
| Permalink
Erscheinungstermin: 12 Mai 2010 zum world open space on open space (WOSonOS) in Berlin.
Mensch, di Lorenzo: Rot-rote Berliner Bildungspolitik der "Zeit" übergestülpt
07-Apr-2010 06.59
| Bildungspolitik, Natürliches Lernen
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Die rot-rote Bildungspolitik in Berlin ist so herzerfrischend unerfolgreich. Das merkt hier eigentlich jeder. Mit Ausnahme des Senats, der meisten Lehrer und ihrem Haus- und Hoforgan "Der Tagesspiegel" vielleicht. Damit nun auch noch der Rest der Republik erfährt, wie man's nicht macht, hat Ex-Tagesspiegel-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo seinem neuen Blatt "Die Zeit" eben mal das Berliner Modell übergestülpt. In einem kuriosen Artikel befasst sich die Zeit-Autorin Eva Hampl mit dem Thema "Schüler brauchen starke Eltern für den Erfolg".
Darin fordert der Erziehungswissenschaftler Werner Sacher unter anderem, dass es Aufgabe der Lehrer werden solle, "den Eltern fehlende Erziehungskompetenzen zu vermitteln". Na besten Dank. Ich kenne keinen Lehrer, von dem ich so etwas lernen möchte. Weiter wird Sacher mit den Worten zitiert, "die internationale Forschungsarbeit zeigt, dass Elternarbeit fruchtet, wenn die Eltern nah am Lernprozess der Kinder dran sind … Lehrer müssen Eltern in die Schule holen, sie anleiten, trainieren, zur Mitarbeit einladen, Lernhinweise geben und vieles mehr." Und dann kommt der Clou: "Der Anteil der Eltern am Lernerfolg der Kinder ist doppelt so hoch wie derjenige der Schule."
Während der gesunde Menschenverstand sofort sagt: Dann stimmt doch wohl mit dem System Schule etwas nicht, verschließen di Lorenzo und Kollegen in vorauseilendem Gehorsam zum Berliner Senat ganz fest die Augen vor der Realität und lassen einen Erziehungswissenschaftler die "richtigen" Konsequenzen ziehen.
Ein Blick nach draußen genügt: Die Schule ist längst überfordert, Nachhilfe-Institute schießen wie Pilze aus dem Boden und kassieren kräftig ab. Warum sie das können? Weil Lehrer immer weniger individuelle Zeit für Kinder haben. Elternarbeit funktioniert deshalb so gut, weil sie individuell ist. Wir müssen unsere Kinder immer länger in die Schule schicken, sie nehmen aber immer weniger von dort mit.
Ich frage mich, wie lange sich Eltern noch solche Aussagen stillschweigend anhören? Deutschland ist eines von wenigen zivilisierten Ländern auf der Welt, dass Heimunterricht und (anderswo sehr gut funktionierende) alternative Lernmodelle verbietet. Deutschland hat einen Schulzwang – ganz im Gegensatz zu den USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien etc. Wir wissen, dass der Staat das sich selbst genommene Monopol auf Bildung nicht ausfüllen kann. Der Schulzwang muss fallen, damit Eltern die Bildung ihrer Kinder gegebenenfalls selbst in die Hand nehmen können.
Niemand muss, aber jeder sollte dürfen.
Oliver Wagner
Hier geht's zum zitierten Artikel in der Zeit.
Darin fordert der Erziehungswissenschaftler Werner Sacher unter anderem, dass es Aufgabe der Lehrer werden solle, "den Eltern fehlende Erziehungskompetenzen zu vermitteln". Na besten Dank. Ich kenne keinen Lehrer, von dem ich so etwas lernen möchte. Weiter wird Sacher mit den Worten zitiert, "die internationale Forschungsarbeit zeigt, dass Elternarbeit fruchtet, wenn die Eltern nah am Lernprozess der Kinder dran sind … Lehrer müssen Eltern in die Schule holen, sie anleiten, trainieren, zur Mitarbeit einladen, Lernhinweise geben und vieles mehr." Und dann kommt der Clou: "Der Anteil der Eltern am Lernerfolg der Kinder ist doppelt so hoch wie derjenige der Schule."
Während der gesunde Menschenverstand sofort sagt: Dann stimmt doch wohl mit dem System Schule etwas nicht, verschließen di Lorenzo und Kollegen in vorauseilendem Gehorsam zum Berliner Senat ganz fest die Augen vor der Realität und lassen einen Erziehungswissenschaftler die "richtigen" Konsequenzen ziehen.
Ein Blick nach draußen genügt: Die Schule ist längst überfordert, Nachhilfe-Institute schießen wie Pilze aus dem Boden und kassieren kräftig ab. Warum sie das können? Weil Lehrer immer weniger individuelle Zeit für Kinder haben. Elternarbeit funktioniert deshalb so gut, weil sie individuell ist. Wir müssen unsere Kinder immer länger in die Schule schicken, sie nehmen aber immer weniger von dort mit.
Ich frage mich, wie lange sich Eltern noch solche Aussagen stillschweigend anhören? Deutschland ist eines von wenigen zivilisierten Ländern auf der Welt, dass Heimunterricht und (anderswo sehr gut funktionierende) alternative Lernmodelle verbietet. Deutschland hat einen Schulzwang – ganz im Gegensatz zu den USA, Kanada, Frankreich, Großbritannien etc. Wir wissen, dass der Staat das sich selbst genommene Monopol auf Bildung nicht ausfüllen kann. Der Schulzwang muss fallen, damit Eltern die Bildung ihrer Kinder gegebenenfalls selbst in die Hand nehmen können.
Niemand muss, aber jeder sollte dürfen.
Oliver Wagner
Hier geht's zum zitierten Artikel in der Zeit.
Kommentare (1)
Ein Hoch auf Sarrazin
12-Mar-2010 11.40
| Natürliches Lernen
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Gelungene Karikatur des deutschen Bildungssystems. Der Staat zwingt die Kinder in die Schule und möchte, dass die Eltern daraus auch noch eine Verpflichtung zur Zuarbeit hören. Sonst droht Liebesentzug.
Der ehemalige Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin hat mal wieder ein Thema so sehr überspitzt, dass die ganze Absurdität des Ganzen deutlich wird. Hier ist der Artikel aus der Süddeutschen nachzulesen.
Der ehemalige Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin hat mal wieder ein Thema so sehr überspitzt, dass die ganze Absurdität des Ganzen deutlich wird. Hier ist der Artikel aus der Süddeutschen nachzulesen.
Raus aus der Schmuddelecke
09-Mar-2010 05.50
| Natürliches Lernen
| Permalink
Die FAZ hat die Anhänger von Homeschooling, Freilernen und anderen Alternativen zum deutschen Bildungssystem aus der Schmuddelecke geholt. In einem sehr ausführlichen Artikel über eine Familie aus Süddeutschland, die aus Furcht vor dem heimischen Jugendamt nach Österreich zog, zeigt Autor Alexander Marguier auf, wie sinnig und seriös die Gründe dieser ganz normalen Familie sind.
In der FAZ vom 8. März schreibt Marguier: "In den meisten Berichten über Schulverweigerer geht es denn auch um tiefreligiöse Elternhäuser, die ihre Kinder vor Irrlehren wie der Evolutionsgeschichte oder vor Sexualkunde schützen wollen. Man könnte auch sagen: Hierzulande denken viele erst mal an religiöse Spinner, wenn von Homeschooling die Rede ist. Eine Fehleinschätzung." Völlig angstfrei schildert der Autor die Motive von Freilernern. Weil er sich weder auf deren Seite schlägt, noch gegen sie wettert, kann sich der Leser ungestört ein eigenes Urteil bilden. Unbedingt lesenswert. Oliver Wagner
Vielen Dank an Jan Edel von Schulbildung in Familieninitiative e. V., der uns auf den Beitrag aufmerksam gemacht hat.
Den ganzen FAZ-Artikel lesen.
In der FAZ vom 8. März schreibt Marguier: "In den meisten Berichten über Schulverweigerer geht es denn auch um tiefreligiöse Elternhäuser, die ihre Kinder vor Irrlehren wie der Evolutionsgeschichte oder vor Sexualkunde schützen wollen. Man könnte auch sagen: Hierzulande denken viele erst mal an religiöse Spinner, wenn von Homeschooling die Rede ist. Eine Fehleinschätzung." Völlig angstfrei schildert der Autor die Motive von Freilernern. Weil er sich weder auf deren Seite schlägt, noch gegen sie wettert, kann sich der Leser ungestört ein eigenes Urteil bilden. Unbedingt lesenswert. Oliver Wagner
Vielen Dank an Jan Edel von Schulbildung in Familieninitiative e. V., der uns auf den Beitrag aufmerksam gemacht hat.
Den ganzen FAZ-Artikel lesen.